Rückblick

Seit im Jahr 2011 das 100-jährige Jubiläum des Internationalen Frauen*tags gefeiert wurde gibt es unseren Veranstaltungskalender in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung. 

Im Laufe der Jahre gab es verschiedene Ausprägungen der Gestaltung des Aktionstages – von bunten gedruckten Leporellos bis großen eigenen Veranstaltungen. Hier findet ihr einen Rückblick auf die Events der vergangenen Jahre. 

Motto 2022: »Überlastet, ungesehen, un(ter)bezahlt. Wir streiken!«

Auch 2022 war der #FrauentagHH ein vielseitiger, kämpferischer Tag.

Motto 2021: »Alles anders – alles gleich?!«

Auch dieses Jahr gabt es rund um den #FrauentagHH wieder eine Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen in Hamburg. Neu war, dass dieses Jahr die meisten Veranstaltungen digital stattfanden.

Motto 2020: #FeministischeBrückenschläge

Auch die diesjährige Frauenwoche rund um den Internationalen Frauentag will Brücken schlagen. Die Veranstaltungen spiegeln die Lebendigkeit und Vielfalt der Hamburger Frauenbewegung wider – über Generationen hinweg. Dies ist eine gute Voraussetzung für einen kraftvollen Start in ein frauenbewegtes 2020! Wir sind Viele, wir sind stark, lasst uns gemeinsam laut und sichtbar werden.

Motto 2019: #FeministischeBrückenschläge

Die Frauenwoche 2019 rund um den Internationalen Frauentag hat Brücken geschlagen zwischen gestern – heute – morgen. Sie hat mit vielfältigen und unterschiedlichen Themen und Sichtweisen informiert, provoziert und geholfen, miteinander ins Gespräch zu kommen! Zahlreiche Frauen nutzten diese Möglichkeit, sich noch stärker zu vernetzen, kennenzulernen und zu stärken. Der Januar 2019 war geprägt durch die Erinnerung an den erfolgreichen Kampf für das Frauenwahlrecht. Die nächsten Monate sind nun von der Durchsetzung von Parität und dem Recht auf sexuelle Selbstbestimmung geprägt – der Kampf um Gleichberechtigung geht weiter.

Motto 2018: #FrauenStärkenZukunft

Auch in 2018 hat das Hamburger Frauenbündnis 8. März wieder eine Veranstaltung unter dem organisiert. Zum dritten Mal wurde ein Leporello mit Veranstaltungen von Hamburger Frauengruppen/Frauenprojekten (Frauenwoche) entwickelt und verteilt. Zudem richtete das Bündnis eine große Veranstaltung zum 8. März im Historischen Musiksaal des Gewerkschaftshauses aus.

Trotz kalter, regnerischer Witterung und zahlreicher Mitveranstaltungen, einschließlich der Demo trafen sich ca. 120 Personen zu der Veranstaltung des Hamburger Frauenbündnis 8. März.

Emilija Mitrovic, ver.di und Sabine Ziercke Vorstand Landesfrauenrat/Verband medizinischer Fachberufe e.V. moderierten durch das Programm und kündigten nach der Begrüßung und Vorstellung des Frauenbündnisses durch Sabine Ziercke als erstes die Hausherrin Katja Karger, DGB-Vorsitzende in Hamburg an. 

Das Grußwort von Audrey Nyirenda die dem Mädchenbeirat von Filia angehört und kurzfristig für die erkrankte Heide Sanati einsprang, erwärmte die Herzen der Frauen im Publikum. Sie schilderte zunächst ihre Mädchensozialisation in ihrer aus Somalia stammenden Familie. Sie spannte einen Bogen zu der Frage: »Was ist eine Frau«, erläuterte dabei die herrschenden Kriterien der deutschen und somalischen Kulturen und kam ganz treffsicher bei den Frauenrechten an! Solche feministische junge Frauen wünschen wir uns in hundertfacher Ausführung! Und vom Publikum wurde sie mit tosendem Applaus verabschiedet!

Die Vorstellung des »Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus« und Filmausschnitt »Der marktgerechte Mensch«, waren die mittlere und etwas schwer verträglichen Teile des Abends, denn der Pflegenotstand ist mehr als bedrückend und betrifft Frauen in mehreren Rollen.
Meike Saerbeck, die Vertreterin des »Bündnisses für mehr Personal im Krankenhaus« erreichte allerdings mit ihrem ansteckendem Elan und ihrer guten Hoffnung mit dieser Protestbewegung nun endlich eine Wende zu erreichen, die ZuhörerInnen so positiv, dass sich im Nachgang für dieses Bündnis auf vielen Wegen Unterstützung fand.

Der Filmausschnitt von Leslie Franke unterstrich die Infos von der Seite der Klinikleitungen und dem ärztlichen Personal. Es gibt im Krankenhaus nun berufsübergreifend das Engagement für mehr Personal zu streiten und den Klinikbetrieb aus dem Zwang zur Wirtschaftlichkeit und den Fallpauschalen heraus zu holen. Auch hier zeigte sich die weiblichen Rollenbilder nicht gleichberechtigt: Frauen als Patientinnen, Frauen pflegen, Frauen sind in verantwortungsvollen Positionen weniger vertreten …

Bärbel Fünfsinn war mit feministischer Musik angekündigt und machte diesem Titel alle Ehre! Von »… Ich will alles, ich will alles und zwar sofort …« über »Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen …« bis zu Hildegard Knef`s »… Für mich soll’s rote Rosen regnen …«. Mit vielen weiteren Liedern die das Auditorium auf fröhlichere Gedanken und in bewegte Überleitung (Bewegte Pause) brachte.

Zum Abschluss war ausreichend Zeit bei Getränken und Brezel für Begegnungen und intensiven Gedankenaustausch.

Die Einladung zur Bündnisveranstaltung in Verbindung mit dem Leporello präsentiert sehr anschaulich mit 19 Meldungen die Vielfalt der frauenpolitischen Aktivitäten und das große Engagement von Frauen für Frauen in Hamburg.

Die abschließenden Berichte der VeranstalterInnen zeigten ein über die Erwartungen hinaus positives Ergebnis, bezüglich der Anzahl der BesucherInnen und insbesondere was den den Austausch, das Kennenlernen und die Vernetzung der AkteurInnen aus unterschiedlichsten Umfeldern betraf.

Als Novum wurde über den Hashtag eine umfangreiche digitale Kommunikation auf vielen Kanälen initiert und ist unter #FrauenStärkenZukunft zu finden.

Das Ziel der größeren Sichtbarkeit der frauenpolitischen Aktivitäten von Frauen und ihren Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag 2018 im Rahmen einer Frauenwoche wurden erneut, von den Erwartungen übertroffen, erreicht!

Das breite, auf Hamburg bezogene sowie internationale Frauen repräsentierende Spektrum der Veranstaltungen zog ungezählte BesucherInnen an (geschätzt ca. 2000)

Danke an alle VeranstalterInnen und OrganisatorInnen für ihre Unterstützung und großen Einsatz. Ebenso geht dieser Dank am Tag der Bündnisveranstaltung an Technik und Catering.

Mit Hilfe der Kostenbeteiligungen von Bündnis 90/die Grünen, DGB, Ev.-Luth Kirchenkreis, Ev.Luth. Kirche in Norddeutschland und Ver.di Frauen Hamburg, konnte mit einem ausgeglichenen Haushalt abgeschlossen werden. Vielen Dank!

Die volle Vielfalt des Hamburger Frauenbündnis 8. März 2018:

Motto 2017: »Stimmen 2017«
Ein singender Aufschrei zum Internationalen Frauentag 2017

Zum 106. Internationalen Frauentag hat der Landesfrauenrat e.V., gemeinsam mit weiteren Vertreterinnen des Hamburger Frauenbündnisses 8. März, zum 6. Mal erfolgreich eine Veranstaltung zum 8. März organisiert. 

Zur Einladung wurde eine Übersicht (Leporello) von Veranstaltungen rund um den Internationalen Frauentag – im Sinne einer Frauenwoche – von Mitgliedsverbänden und Bündnispartnerinnen konzipiert und als Druckformat sowie digital in Umlauf gebracht. Die Bündnisveranstaltung selbst fand am 8. März, um 20 Uhr, im Historischen Musiksaal des Gewerkschaftshauses am Besenbinderhof statt. 

Die epochalen Räume des Gewerkschaftsgebäudes nahe des Hauptbahnhofs sind vor nicht langer Zeit restauriert worden, und der Historische Musiksaal, durch den schon Clara Zetkin gewandelt sein soll, wohl aber auf jeden Fall Rosa Luxemburg in Kampfeslust, war ein passender Veranstaltungsort. Große Vorbilder!

Aber auch mehr als 100 Jahre später bleiben weltweit die Fragen nach Gleichstellung von Frauen offen. Immer noch sind die Fortschritte ungenügend und vielen Frauen und Mädchen fehlt der Zugang zu Bildung, ärztlicher Versorgung, Selbstbestimmung, Arbeit und Teilhabe.

Am 8. März hörten wir Stimmen von Frauen – stellvertretend für all die Frauen, die ihre Stimmen nicht erheben dürfen und denen Musik verboten ist. Dies als ein singender Aufschrei zum Internationalen Frauentag:

  • es wurde auf die Missachtung der Frauenrechte aufmerksam gemacht,
  • es wurden Musikerinnen aus Hamburg sicht- und hörbar vorgestellt, mit der Botschaft, dass jedes Mädchen, jede Frau sich klar, laut, deutlich und angstfrei öffentlich mit ihrem Talent äußern kann.

Uns begleiteten an diesem Abend das Duo Zugwind mit Tango, Walzer und Klezmer, sowie Queen Nazzar mit Rap und im Anschluss Julie P., eine sehr junge Sängerin mit ausdrucksvoller Stimme.

Sicher leitete uns Heidemarie Grobe von Terre des Femmes durch das vielfältige Programm mit internationalem Bezug und in ihren Zwischentönen vergaß sie nicht die politischen und historischen Bezugnahmen.

Dieser gelungene Abend mit ca. 230 Teilnehmerinnen endete gegen 23 Uhr, aber unser Kampf um die Rechte der Frauen wird weitergehen!

Die Veranstalterinnen der Frauenwoche berichteten über eine sehr positive Resonanz, bzw. über ausgebuchte Veranstaltungen mit daraus resultierenden Folgeveranstaltungen sowie einen deutlich erweiterten Teilnehmerinnenkreis und eine höhere Reichweite. 

Dies wurde eindeutig dem ansprechenden Leporello und den Ergänzungen auf der Frauentag-Webseite zugeschrieben. Ein Download des Veranstaltungsrückblicks findet sich unter dem Button. 

Das Ziel der größeren Sichtbarkeit von Frauen und ihren Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag 2017 im Rahmen einer Frauenwoche wurde eindeutig erreicht!

Vielen, vielen Dank!

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung.
Mit Hilfe der Kostenbeteiligungen von
SoVD, DGB, Ver.di Frauen Hamburg, Deutscher Frauenring e.V., pro:fem, Familienplanungszentrum und Terre des Femmes Hamburg konnte mit einem ausgeglichenen Haushalt abgeschlossen werden.

Die volle Vielfalt des Hamburger Frauenbündnis 8. März 2017:

Motto 2016: Frauen bewegen heute …

Das Hamburger Frauenbündnis lud ein zum Internationalen Frauentag 2016 mit einer kostenfreien Filmvorführung im Abaton Kino. Zum ersten Mal wurde ein Leporello mit Veranstaltungen von Hamburger Frauengruppen entwickelt und verteilt. 

Der 8. März fiel dieses Jahr auf einen Dienstag und da der Senatsempfang bis 18.30 Uhr geplant war, fand die Bündnisveranstaltung in Form einer abendlichen Kinovorführung nur für Frauen statt.

Es wurde der Film »Suffragetten – Taten statt Worte« gezeigt, in dem ein Ausschnitt der Geschichte des Kampfes für das Frauenwahlrecht in Großbritannien um 1912 gezeigt wird. Das Wahlrecht hatten nur die Männer und der Kampf der Frauen dauerte noch mehr als 10 Jahre. Zum Ende ihres Films listet die Regisseurin Sarah Gavron die Jahreszahlen zur Einführung des Frauenwahlrechts auf. Für die Britinnen war es dann 1928 soweit, die Schweizerinnen mussten bis 1971 warten, viele warten noch heute.

Die Anmeldungen für diesen Abend übertrafen bei Weiten die Vorannahmen der Bündnisorganisatorinnen. Die Planungen wurden mehrmals über den Haufen geworfen, neue Verhandlungen geführt und am Ende wurde der große und kleine Saal des Abaton Kinos angemietet. Trotzdem war bei 400 Kinoplätzen ein Anmeldestop bereits vor dem 8. März notwendig.

Der Film hat die lange Geschichte der Frauenbewegung wieder in das Bewusstsein gebracht und im Anschluss die Erkenntnis, dass viele Freiheiten von uns Frauen nicht von allein gekommen sind und heute sogar wieder verteidigt werden müssen.

Die Filmvorführung des Bündnisses war aber nicht die einzige Veranstaltung zum 8. März. Die Einladung wurde als Veranstaltungskalender konzipiert. Per Flyer und online konnten somit um die 20 Veranstaltungen im Rahmen einer Frauenwoche angeboten werden.

Mit mehr als 1700 Besucherinnen und Besucher unterschiedlicher Generationen und Herkünfte und den ausgesprochen positiven Rückmeldungen über das breite Spektrum, der Inhalte und Erkenntnisse erwies sich das Konzept für die Organisatorinnen als gelungen!

Allerdings wurde auch dieses Jahr wieder deutlich, dass Frauen in unserer Gesellschaft weiterhin mit deutlichen Nachteilen zu kämpfen haben.

Die realen und gefühlten Benachteiligungen zeigten sich zum Beispiel in

  • der Ausstellung »Wer braucht Feminismus«
  • den Dokumentar-Filmvorführungen »Sexarbeiterin«, »Malala«, »Voices of Violence«
  • der Vorstellung des »DGB-FrauenDatenReport« Ausbildung und Erwerbssituation von Frauen in Hamburg.
  • den Veranstaltungen der Hamburger Frauenbibliothek
  • der Netzwerkveranstaltung »Frauen im Blick« der Handelskammer Hamburg und des Landesfrauenrates Hamburg
  • den unterschiedlichen Workshops zu den Themen Frauen und Flucht, Frauen und AIDS, Unterstützung bei der Berufsorientierung

Fazit

Das Konzept der Sichtbarmachung von Frauenverbänden/Fraueninitiativen verbunden mit der Vielfalt von Veranstaltungsangeboten einer breiteren fraueninteressierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist aufgegangen.

Trotz 105 Jahre Frauenbewegung ist die Gleichberechtigung von Männern und Frauen, wie in Artikel 3 (2) unseres Grundgesetzes, weder in Politik, Wirtschaft noch in unserer Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit.

Deshalb sei es besonders wichtig, dass Frauen sich zusammenschlössen, miteinander ins Gespräch kämen und sich gegenseitig stärkten – über alle Unterschiede hinweg. »Lassen Sie uns immer wieder zusammenkommen wie heute; lassen Sie uns den gesellschaftlichen Wandel aktiv mit estalten und in friedlichen Bahnen halten«, so Cornelia Creischer zu den Teilnehmerinnen bei »Frauen im Blick«.

Die Bündnisfrauen bedanken sich bei den finanziellen Unterstützerinnen und bei den Besucherinnen am 8. März für die vollen Spendosen, damit konnten wir wir für einen ausgeglichenen Veranstaltungshaushalt sicherstellen.

Die volle Vielfalt des Hamburger Frauenbündnis 8. März 2016:

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung

Motto 2015: Frauen stoßen an

Das Dorothee-Sölle-Haus platzte trotz schönsten Sonnenscheins auch 2015 wieder aus allen Nähten. Ca. 250 Teilnehmerinnen trafen sich in bester Laune beim Essen und grandioser Musik in anschließenden Workshops. 

Die Vielfalt des Hamburger Frauenbündnisses 8. März spiegelte sich in den unterschiedlichen Themen für die 9 Workshops wider und ergaben spannende Ergebnisse und Anstöße! 

Beeindruckend in den Präsentationen waren die kreativen und kämpferischen Ideen der Teilnehmerinnen um der alltäglichen Gewalt in den unterschiedlichsten Formen zu begegnen.

Eva Klock hat die Anstöße in einem persönlichen Stimmungsbild verfasst:

Der 8. März 2015 oder 30% ist nicht die Hälfte!

Heute am 8. März, wollen wir feiern und Anstöße finden, um weiter für die Frauensache zu kämpfen, denn (leider) gibt es weiterhin viel zu tun. Der diesjährige Internationale Frauentag findet im Dorothee-Sölle-Haus in Hamburg-Altona statt. Im Foyer werden wir mit Akkordeonmusik von Feli (Karla Feles) empfangen und dürfen das köstliche Essen, gesponsert von Anke Feja, Biokochen, genießen. Im großzügigen hellen Eingangsbereich brummt es von Stimmen und Gesprächen sehr vieler Frauen unterschiedlichster Altersgruppen und Herkunft. Frauen aus dem Bündnis kümmern sich bewundernswert gelassen um die Organisation der Veranstaltungen und den Ablauf des Tages. Die neun Arbeitsgruppen am Nachmittag sind sehr gut besucht. Begeistert wird im Plenum berichtet, was gelaufen ist, und was uns allen als Anstoß mitgegeben wird.

Ich lande in »Wer rettet wen?« über die weltweite Bankenkrise. Unser Anstoß ist es, Solidarität zu organisieren und griechische Menschen sowie andere Betroffene nicht allein zu lassen.

  • Weitere Anstöße sind: eine Begehung leer stehender Hotels, um diese als Flüchtlingsunterkunft für Frauen zu nutzen, die sich in den zentralen Unterkünften mit großem Männerüberhang nicht sicher fühlen.
  • StoP, ein Projekt, um Partnergewalt zu verhindern, soll im ganzen Stadtgebiet organisiert und von der Stadt finanziert werden.
  • Das Thema Lesben und Alter benötigt mehr Erforschung und mehr Achtsamkeit in der Pflege.
  • Eine Finanzierung für z.B. Frauenwohnprojekte wird gefordert.
  • Arbeitszeitverkürzung mit mehr Zeit zum Leben sowie gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, den Lohnangleich zwischen Ost und West sowie eine steuerfinanzierte Mindestrente für alle wünschen sich (nicht nur) die DGB-Frauen.
  • Die Arbeitsgruppe WenDo-Selbstverteidigung möchte, dass subtile Gewalt gegen Frauen stärker in den Blick genommen wird.
  • Zum Thema Prostitution entsteht eine lebhafte und kontroverse Diskussion, welche im Ergebnis die Freier als Verantwortliche für strafwürdig befindet (wie es bereits in Schweden praktiziert wird); mit Bezug auf den Frauenhandel wird darauf hingewiesen, dass hier mehr getan werden muss, um Frauen und Mädchen davor zu schützen.

Dem schönen Wetter zum Trotz bleiben wir Frauen bis gegen 17 Uhr zusammen und erfreuen uns an der Solidarität miteinander. Hoffen wir, dass wir auch in Zukunft viel und viele erreichen.

Persönlich schließe ich den Tag mit dem Bühnenprogramm »In My Sixties« von Maren Kroymann ab, ein wunderbarer feministischer Ausklang.

Eva Klock für den AFGG – Ausschuss für Gleichstellungs- und Genderpolitik der GEW, Hamburg, den 8.3.2015

Die Bündnisfrauen bedanken sich bei den finanziellen Unterstützerinnen, besonders auch bei den Besucherinnen die für vollen Spendendosen und somit für einen ausgeglichen Haushalt sorgten.

Motto 2014: Hamburgerinnen International: Lebenswege von Frauen mit und ohne Migrationsgeschichte

Das Hamburger Frauenbündnis lud zum Internationalen Frauentag 2014 ins Dorothee-Sölle-Haus ein. 

Programm

  • Begrüßung: Sylke Pukatzki, 1. Vorsitzende Landesfrauenrat Hamburg e.V.
  • Ainhoa Montoya Arteabaro: Auf vielen Stühlen (Filmausschnitt)
  • Nikoletta Anastasiou – Zeo Iordanidou: KYKLOS – Lieder/Performance
  • Peggy Parnass: Kindheit (Erzählung und Gesang)
  • Canan Yildirim und Nilüfer Salman: Frauen im Betriebsrat
  • Emina Kamber: Kriegskinder in Bosnien
  • Leslie Franke: Filme die bewegen – Wer rettet wen?
  • Schrillerlocken (Moderation: Emilija Mitrovic, ver.di Hamburg)
  • Zum Abschluss wird gefeiert: Disco mit DJ Georgia

Ein kleiner Imbiss und Getränke standen bereit.

Zusätzlich gab es diesem Jahr eine Veranstaltung in der Handelskammer am Dienstag, den 11. März 2014 mit dem Titel »Frauen im Blick – Aktive Frauen verbinden sich«.

Das Bündnis Internationaler Frauentag Hamburg 2014 setzte sich zusammen aus:

Das Bündnis wird finanziell von der Landeszentrale für politische Bildung gefördert.

Motto 2013: Gute Arbeit – Gutes Leben (Claudia Menne, Europäischer Gewerkschaftsbund)

Auch 2013 konnte die Veranstaltung zum Internationalen Frauentag in Hamburg mit über 300 Teilnehmer*innen wieder erfolgreich durchgeführt werden. In diesem Jahr gab es einen Senatsempfang mit anschließender Veranstaltung an der Universität Hamburg. Nach den Vorträgen und Diskussionen im DWP-Hörsaal ging es in gemütlicher Marktatmosphäre im Foyer bei Musik und kleinem Imbiss weiter mit Zeit zum Klönen und Netzwerken.

Mit Statements von: Prof. Dr. Frauke Schwarting (HAW Hamburg) und  Prof. Dr. Margarete Schuler-Harms (Helmut-Schmidt-Universität). Die Begrüßung erfolgte durch: Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath (Vorsitzende Landesfrauenrat Hamburg e.V.) und Luise Günther (AStA Universität Hamburg). 

Rede von Professor Dr. h.c. Christa Randzio-Plath, Vorsitzende Landesfrauenrat Hamburg e.V.

Internationaler Frauentag 2013: Nein zu Gewalt gegen Frauen, ja zu guter Arbeit, gutem Leben

Am 8. März 2013 feiert Hamburg wie alle Städte dieser Welt den Internationalen Frauentag. Ein Frauenbündnis hat sich aus Frauenverbänden, Frauengruppen und Frauenprojekten gebildet. 2013 steht die alltägliche Gewalt gegen Frauen im Mittelpunkt aller Aktionen. Die dramatische Vergewaltigung und der anschließende Mord an einer indischen Studentin, die Bedrohung von Malala mit dem Tod, nur weil sie sich für Mädchenbildung in Pakistan einsetzt, die Massenvergewaltigungen von Frauen in Katastrophen und Kriegen, aber auch die alltägliche Beziehungsgewalt machen es erforderlich, dass es eine neue UN-Initiative zu besserer Prävention und besserem Opferschutz weltweit gibt. Das Hamburger Frauenbündnis ist solidarisch mit der 1 Mrd. Frauen weltweit, die Opfer von Gewalt geworden sind.

Der 8. März ist ein Tag der Erinnerung an den Kampf um das Frauenwahlrecht und das. Recht auf sexuelle Selbstbestimmung. Er ist auch ein Tag der Dankbarkeit gegenüber den vielen Frauen, die den Weg zur politischen Mündigkeit der Frau und zur Gleichberechtigung gegangen sind und die Rechte der Frauen durchgesetzt haben. Der 8. März ist aber auch eine Herausforderung für die Zukunft von Frauen und Männern in Hamburg. Deswegen werden wir diskutieren über Gleichstellung im Arbeitsleben und in der Wirtschaft, in der Politik und in der Gesellschaft.

Gute Arbeit, gutes Leben

Ob ILO-Kernarbeitsnormen oder das Decent-Work-Konzept – sie haben einen blinden Fleck: Die spezifischen Belange und Probleme von Frauen in der Arbeitswelt sind darin nicht berücksichtigt. Deshalb bedarf es einer Neuorientierung der Arbeitsstandards hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit. Sonst macht Arbeit arm – im Leben und im Alter.

Damit Arbeitsrechte auch für Frauen etwas bewirken, müssen sie um Maßnahmen ergänzt werden, die zur Überwindung der Geschlechterungleichheit beitragen. Dazu gehört der Zugang zu erschwinglicher Kinderbetreuung, Einrichtungen zur Pflege von Kranken und Alten sowie Programme, die darauf abzielen, die ungleiche Verteilung von Hausarbeit zwischen Frauen und Männern zu verändern. Wichtig ist auch, dass in den Kernarbeitsnormen viele Punkte fehlen, die für weibliche Arbeitskräfte von zentraler Bedeutung sind: etwa Mindestlohn oder existenzsichernde Löhne, Regelungen zur maximal zulässigen Arbeitszeit, Kranken- und Rentenversicherungsansprüche sowie Mutterschutz. Es gab bereits mehrere Initiativen, die ILO-Konventionen und die Kernarbeitsnormen zu verändern und stärker an den Interessen von Arbeiterinnen zu orientieren – bisher erfolglos.

Gute Arbeitsbedingungen für Frauen müssen daher dringend vorangebracht werden. Dabei muss jedoch ihre spezifische Situation in der Arbeitswelt berücksichtigt und die allgemeine gesellschaftliche Ungleichheit zwischen Männern und Frauen überwunden werden. Längst gehört daher der Begriff „working poor“ zum allgemeinen Vokabular Und die fehlende finanzielle Sicherheit ist nicht das einzige Problem: Fast 21 Millionen Menschen werden bei der Arbeit unter sklavenähnlichen Bedingungen ausgebeutet. In der Mehrheit handelt es sich um

Mädchen und Frauen. Aber nicht nur in den Entwicklungsländern leiden Menschen unter Arbeitsarmut. Auch in Deutschland können viele von ihren Jobs nicht menschenwürdig leben.

Zwar hatten seit der Wiedervereinigung in Deutschland noch nie so viele Menschen – nämlich 41,6 Millionen – eine bezahlte Arbeit wie im Jahresschnitt 2012. Tatsächlich ist nicht nur die Zahl der Erwerbstätigen gewachsen, sondern auch die der prekär Beschäftigten sowie der Niedriglöhnerinnen und Niedriglöhner. Minijobs: Auch die Minijobs wurden 2003 als Sprungbrett in den Arbeitsmarkt eingeführt. Für viele gelten Minijobs als Niedriglohnfalle. So mancher würde gerne mehr arbeiten, bekommt aber keinen anderen Job. Niedriglöhne: Ohnehin sind viele Jobs derzeit schlecht bezahlt: So arbeitet mittlerweile fast jede und jeder Vierte für einen Verdienst unter der statistischen Niedriglohnschwelle von 9,15 Euro brutto in der Stunde. Gut 4,1 Millionen verdienen weniger als 7 Euro.

Die weltweite Zunahme der informellen Ökonomie und damit auch jener Formen von Beschäftigung, die sich außerhalb von Registrierung und damit verbundenen Schutzaspekten bewegen, gehört zu den einschneidenden Folgen der globalen Deregulierung in den vergangenen Jahrzehnten. Der Anteil rechtlich geschützter Beschäftigungsverhältnisse sank zugunsten von Kontraktarbeit und Alleinselbständigenarbeit sowie von befristeter Beschäftigung, Teilzeitarbeit und einem starken Anstieg verschiedener Arbeitsformen in der informellen Ökonomie. Die Lohnquote, also der Anteil der Löhne am Bruttoinlandsprodukt, ist in den letzten Jahren in drei Vierteln aller Länder geschrumpft. Für jedes Prozent Wachstum des Bruttoinlandsprodukts waren die Löhne durchschnittlich nur um 0,75 Prozent gestiegen. Und in Phasen des Wirtschaftsabschwungs fielen die Löhne für jedes Prozent Rückgang um 1,55 Prozent. Das Arbeitsleben in der EU hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich verändert. Die Erwerbstätigkeit von Frauen, unterbezahlte Dienstleistungen und Teilzeitarbeit haben zugelegt. Dabei berührt jede Behandlung menschlicher Arbeitskraft die Würde des Menschen, die Würde der Frau.

Gute Arbeit, gutes Leben: Frauen wissen um die Bedeutung einer Erwerbsarbeit, können sie nicht gleichberechtigt ausüben – als Alleinerziehende, als Mütter, als Migrantin, als Behinderte. Sie sind doppelt von der Wirtschafts- und Finanzkrise betroffen: als Beschäftigte in der Pflege- oder Kinderbetreuungsarbeit, als Erwerbstätige, die auf günstige und angemessene soziale Infrastruktur und Dienstleistungen angewiesen ist. Gebraucht wird kein Notprogramm für die Gleichstellung von Frauen, sondern eine solidarische Politik, die einen gleichstellungspolitischen Rahmen festlegt, der Frauen wie Männern gute Arbeit und gutes Leben möglich macht.

Das „Bündnis Internationaler Frauentag Hamburg 2013“ setzt sich zusammen aus:

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung

Motto 2012: Hat die Krise ein Geschlecht?
Frauen fordern strukturellen Wandel

Bei bester Stimmung trafen sich nach dem Senatsempfang über 300 Teilnehmer*innen im DWP-Hörsaal an der Universität Hamburg. Die Referate waren von guter Qualität. Das Programm begann mit einem Vortrag von Frau Dr. Christa Wichterich, Soziologin, Journalistin und Autorin.
Im Anschluss folgte eine Podiumsdiskussion mit Elke Peine – „Sozialpsychologische Auswirkungen der Krise auf Frauen“ (Vorstand pro:fem e.V.), Dr. Sabine Reiner – „Auswirkungen der Krise auf die Erwerbstätigkeit der Frauen“ (ver.di Berlin) und Deborah Ruggieri – „Auswirkungen der Krise aus feministisch/ökonomischer Sicht“ (attac). Die Moderation übernahm Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath (Vorsitzende Landesfrauenrat Hamburg e.V.).

Damit war der Internationale Frauentag 2012 eine sehr erfolgreiche Veranstaltung des Hamburger Frauenbündnisses 8. März.

Motto 2011: Feiern und Mitreden!
100 Jahre Internationaler Frauentag: 8. März 2011

Am 8. März 2011 feierte Hamburg wie alle Städte dieser Welt den Internationalen Frauentag und seinen 100. Geburtstag. Ein Frauenbündnis hat sich aus Frauenverbänden, Frauengruppen und Frauenprojekten gebildet. 

Die Türen des Hamburger Rathauses und der Handelskammer Hamburg standen an diesem Aktionstag offen für Frauen und ihre Diskussionen, Veranstaltungen und Empfänge. Ein bunter Strauß frauenpolitischer Herausforderungen zeigt, wie engagiert Frauen in Hamburg nach wie vor für Frieden und Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Emanzipation eintreten. 

Der 8. März ist ein Tag der Erinnerung an den Kampf um das Frauenwahlrecht und das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung. Er ist auch ein Tag der Dankbarkeit gegenüber den vielen Frauen, die den Weg zur politischen Mündigkeit der Frau und zur Gleichberechtigung gegangen sind und die Rechte der Frauen durchgesetzt haben. Der 8. März ist aber auch eine Herausforderung für die Zukunft von Frauen und Männern in Hamburg. 

Ein umfassender Rückblick mit Fotos, ein E-Book zum Thema und eine Übersicht aller Veranstaltungen findet sich auf der Seite 100 Jahre Frauentag.

Ein Überblick über die Geschichte des Aktionstages findet sich unter Geschichte.